Kategorie Konjunktur

Europas Staaten wären gefordert – doch es handelt alleine die EZB

Nach monatelangem Zögern nimmt die Europäische Zentralbank die Deflationsgefahr nun endlich ernst und öffnet ihre Werkzeugkiste. Dieser Schritt kommt reichlich spät: Die Arbeitslosigkeit ist in der Krise dramatisch gestiegen. Die Konjunktur erholt sich – wenn überhaupt – nur zögerlich. Außerdem sinkt die Inflation schon seit zwei Jahren. Es war also allerhöchste Zeit zu handeln – und die Reaktion die Zentralbank fällt für ihre Verhältnisse deutlich aus. Weiterlesen

Deflation: warum die Geldpolitik ihr Pulver verschossen hat

Die Inflation geht zurück. Im März waren die Verbraucherpreise nur mehr um 0,5 Prozent höher als im Vorjahr. Damit wird das Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank deutlich verfehlt. Trotzdem hat die EZB letzte Woche beschlossen, die Zinsen unverändert zu lassen. Würde sie sie senken, gäbe es mehr Kredite, so die Hoffnung – und damit mehr Nachfrage und steigende Preise. Doch die EZB hält die Deflationsgefahr für gering. Ihr zufolge resultieren die Preisrückgänge vor allem aus den fallenden internationalen Rohstoffpreisen. Mit der sich fortsetzenden Konjunkturerholung, so glaubt man, werde der Preisauftrieb wieder steigen. Weiterlesen