Kategorie EZB

EU gegen Griechenland – Lehrbeispiel für eine marktkonforme Demokratie

Das Treffen der Euro-Finanzminister in Riga vergangene Woche hat gezeigt, dass die Verhandlungen zwischen Griechenland und der EU nicht vorankommen. Die Positionen sind meilenweit voneinander entfernt. Die Schuld dafür schieben die Europäer den Griechen zu. Diese würden keinerlei Vernunft und Kompromissbereitschaft zeigen, heißt es. Der österreichische Finanzminister Schelling zeigt sich sogar „genervt“ von der fehlenden Bereitschaft der griechischen Regierung, die Vorgaben der EU umzusetzen. Weiterlesen

Staatsfinanzierung durch die EZB: Ein notwendiger Tabubruch

Die Krise hat Europa fest im Griff. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Deflationsgefahr steigt kontinuierlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zwar das Vertrauen in den Weiterbestand der Währungsunion vorläufig wieder hergestellt, ihre Geldpolitik stimuliert die Realwirtschaft jedoch kaum mehr. Die Wirtschaftspolitik in vielen EU-Mitgliedsstaaten beschränkt sich auf Einschnitte in Sozialsysteme, Arbeitsrechte und öffentliche Aufgaben. Damit wirken sie den expansiven Maßnahmen der EZB sogar entgegen. Zur Überwindung der Krise wäre eine Finanzierung öffentlicher Defizite durch die Zentralbank wirksam und sinnvoll. Weiterlesen

Quantitative Easing der EZB ist ohne zusätzliche Staatsausgaben wirkungslos

Seit die Europäische Zentralbank (EZB) im Frühjahr eine drastische Kursänderung eingeleitet hat, vergeht beinahe kein Monat, in dem nicht eine neue geldpolitische Maßnahme zur Bekämpfung der schwachen Konjunktur verlautbart wird. Obwohl der im Juli beschlossene Ankauf verbriefter Kredite gerade erst begonnen hat, wurde nun gestern angekündigt, in großem Ausmaß Staatsanleihen zu kaufen („Quantitative Easing“). Diese Maßnahme wird jedoch weitgehend wirkungslos bleiben, wenn sie nicht mit einer Ausweitung der staatlichen Ausgaben kombiniert wird. Weiterlesen